Ramona Bechauf


Promotionsprojekt:


Insbesondere Ausstellungen in Hauptstädten weisen sowohl nationalisierende als auch universalisierende Tendenzen auf; dies wurde in verschiedenen vergleichenden Studien in den letzten Jahren analysiert und bestätig. Dabei wurde der Besucher als Faktor innerhalb der Ausstellungskonzeption bisher nicht oder unzureichend berücksichtigt: Problematisch ist, dass nationale und internationalen Besucher unterschiedliche Bedürfnisse auf Grund ihrer unterschiedlichen Sozialisationen und Gruppengedächtnisse an die Ausstellung herantragen, die diese idealerweise bedienen sollte. In diesem Projekt geht es daher vornehmlich um die Frage, inwiefern die den Holocaust abbildenden Ausstellungen in den Ländern Frankreich, Polen und Deutschland auf nationale und internationale Besuchergruppen hin konzipiert sind.

Forschungsschwerpunkte:

  • Erinnerungtheorien/Gedächtnistheorien
  • Lieux de Mémoire
  • Jüdische Geschichte
  • Holocaustrezeption
  • Internationale Holocaustausstellungen
  • Museologie
  • Migration


Vita:

10/2018 – heute Doktorandin im Forschungskolleg „Wissen | Ausstellen“ an der Georg-August-Universität Göttingen

04/2017 – 09/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums für Kulturerbe: materiell - immateriell - digital

04/2017 – 09/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe

09/2016 - 04/2017 Erarbeitung des Ausstellungskonzepts - Gehen oder Bleiben. Die jüdische Familie Hochfeld - (Hexenbürgermeisterhaus/Lemgo) zusammen mit Museumsleiter J. Scheffler u. Gestalterin S. Dietrich

10/2016 - 12/2016 Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt Wesersandstein als globales Kulturgut (WeSa) am Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe der Universität Paderborn

04/2016 - 07/2016 Stadtschreiber-Stipendium des Vereins für Geschichte an der Universität Paderborn

08/2012 - 02/2013 Auslandssemester an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne

10/2007 – 06/2016 Zweifach-Bachelor Geschichte und deutschsprachige Literaturwissenschaften und Master Kulturerbe an der Universität Paderborn

04/2016 - 07/2016 Stadtschreiber-Stipendium des Vereins für Geschichte an der Universität Paderborn
Aufsätze:

Ramona Bechauf: „Ich grüble schon immer, ob ich nicht auch versuchen soll heraus zu gehen“ – die Auswanderung von Ernst Hochfeld im Brief, in: Paderborner Historische Mitteilungen 30 (2017), S. 4-14.

Ramona Bechauf: Meeting the Hochfeld-Family: Eine ganz persönliche Ausstellung, in: Paderborner Historische Mitteilungen 30 (2017), S. 102-107.

Ramona Bechauf: Gast-Arbeiter? – Die Situation der Paderborner Gastarbeiter in den 1960er und 1970er Jahren, in: Paderborner Historische Mitteilungen 29 (2016), S. 111-126.

Ramona Bechauf: Projekt „Stadtschreiber Paderborn“ 2016 – Ein Erfahrungsbericht, in: Paderborner Historische Mitteilungen 29 (2016), S. 144-150.

Ramona Bechauf: Gotteshaus – kultureller Treffpunkt – Spiegel jüdischen Selbstverständnisses. Bericht über die 19. Tagung „Fragen der Regionalgeschichte“ des Historischen Instituts der Universität Paderborn am 6. November 2010, in Paderborner Historische Mitteilungen 24 (2011), S. 54-58.

Rezensionen:

Rez: Imke Tappe-Pollmann (Hrsg.): Leben in der Nachkriegszeit. Zeitzeugen erinnern sich, Bielefeld 2016, in: In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 86, 2017, S. 347-349.

Vorträge:

„Wer betrachtet die Betrachter?“, Tagung Junger Osteuropa ExpertInnen, Leipzig 14. 07.2018.

Kurzvortrag zur Ausstellung “Gehen oder Bleiben? Die jüdische Familie Hochfeld/To Leave or to Stay? The Jewish Hochfeld Family”, Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, den 10.05.2017.

Kurzbeitrag in englischer Sprache zur Eröffnung der Ausstellung „Gehen oder Bleiben? Die jüdische Familie Hochfeld/To Leave or to Stay? The Jewish Hochfeld Family”, Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, den 17.04.2017.

„Paderborn ist – Eine facettenreiche Suche nach dem wahren Paderborn“, Historisches Rathaus Paderborn, den 06.07.2016.

Präsentationen:

Posterpräsentation des Dissertationsprojekts im Rahmen des Deutschen Historikertags 2018 vom 25.09.-28.09.2018.

Posterpräsentation des Dissertationsprojekts im Rahmen des Sommersymposiums 2018 Kulturanthropologie - Frankfurt am Main am 15.06.2018.

Organisation der Posterpräsentation im Rahmen der eigenen Lehrveranstaltung: „Mythen der Nationen: Holocaustrezeption national, global, medial – ein Poster-Workshop“ am 31.01.2018.

Ausstellungen:

To Leave or to Stay? The Jewish Hochfeld Family [Arbeitstitel], The Johannesburg Holocaust & Genocide Center, ab Januar 2019.

„Was haben Hühner, Kinderbücher, Mäuse und Boxer, Opa oder »die dritte Generation« mit dem Holocaust zu tun?“ Ausstellung des Historischen Instituts/Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Universitätsbibliothek Paderborn, 12.02.-04.03.2018.

„Gehen oder Bleiben? Die jüdische Familie Hochfeld/To Leave or to Stay? The Jewish Hochfeld Family“ im Museum Hexenbürgermeisterhaus der Stadt Lemgo, 17.04.2017-15.07.2017