Fakultät für Agrarwissenschaften
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Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.

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Veranstaltungen der kommenden Wochen




















Weitere Veranstaltungen der Fakultät finden Sie im Fakultätskalender.

Presseinformation: Schmackhafte Wurst ohne schmerzhafte Ferkelkastration

Forscherteam mit Göttinger Beteiligung untersucht Verarbeitungsmöglichkeiten für Eberfleisch

ebergeruch PMDas Verarbeiten von Fleisch männlicher unkastrierter Schweine ist eine Herausforderung, da sich vermehrt geschlechtsspezifische Geruchsstoffe im Fett anreichern können. In einem Forschungsverbund haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen untersucht, auf welche Weise dieses Fleisch verarbeitet werden kann, um eine möglichst gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Meat Science erschienen.

Ab 2021 wird in Deutschland die betäubungslose Ferkelkastration aus Tierschutzgründen nicht mehr zulässig sein. Bei der Mast von Jungebern wird auf die Kastration schon jetzt völlig verzichtet. Allerdings gibt es dabei Bedenken hinsichtlich der resultierenden Produktqualität. Denn bei einem Teil der Tiere können sich bis zum Erreichen des üblichen Schlachtgewichts vermehrt natürliche Geruchsstoffe im Fett anreichern, die von entsprechend sensiblen Menschen überwiegend als unangenehm empfunden werden. Nach aktueller EU-Gesetzeslage führt das Auftreten eines „ausgeprägten Geschlechtsgeruchs“ sogar zur Erklärung der „Genussuntauglichkeit“ des Fleisches durch die Behörden.

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Presseinformation: Schweine auf Stroh wirken glücklicher

Forscherteam mit Göttinger Beteiligung untersucht, wie Verbraucher Tierfotos wahrnehmen

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Fotos spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie Produkte aus der Landwirtschaft bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen. Ein Wissenschaftlerteam der Universitäten Bozen und Göttingen hat untersucht, wie Menschen Fotos von einem Schwein in unterschiedlichen Ställen wahrnehmen und bewerten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PLoS ONE erschienen.

Rund 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher aus Deutschland bewerteten in der Studie Bilder eines glücklich oder eines traurig aussehenden Schweins jeweils in einem Stall mit Stroheinstreu oder Spaltenboden. Die Ergebnisse zeigen, dass der Stall, in dem ein Schwein abgebildet ist, den stärksten Einfluss darauf hat, wie das Tier wahrgenommen wird. „Die Haltung von Schweinen in heute üblichen Ställen, in denen die Tiere auf einem Betonboden mit Spalten zum Abfließen der Gülle leben, wird als sehr problematisch wahrgenommen“, sagt der leitende Autor Prof. Dr. Achim Spiller vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen. „Der Strohstall wird im Vergleich als deutlich natürlicher und tiergerechter bewertet. Daran ändert auch der traurige oder fröhliche Ausdruck des im Stall stehenden Schweins nichts.“ Bei der Bewertung des Wohlbefindens des Schweins zeigt sich, dass dasselbe Schwein auf Stroh als zufriedener, gesünder und glücklicher bewertet wird als auf einem Foto mit Spaltenboden.

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Bodenforscher informieren auf der Internationalen Grünen Woche 2019

Bodenforscher informieren Besucher des ErlebnisBauernhofs auf der Internationalen Grünen Woche 2019 über die Bedeutung fruchtbarer Böden und ihrer Funktionen für Mensch und Umwelt, die Artenvielfalt in Böden sowie über Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung.

ahl iwg2019 Nachdem BonaRes-Wissenschaftler bereits im letzten Jahr zusammen mit Kollegen der Aktionsplattform Bodenschutz (ABo) sehr erfolgreich mit einem Stand auf der Grünen Woche vertreten waren, statteten Dr. Ute Wollschläger (UFZ), Koordinatorin des BonaRes-Zentrums, und Dr. Christian Ahl, Abteilung Agrarpedologie der Universität Göttingen und Leiter der Geschäftsstelle der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG), dem ErlebnisBauernhof auch in diesem Jahr einen kurzen Besuch ab.

Auf Einladung des Forums Moderne Landwirtschaft nahmen die beiden Bodenwissenschaftler am Bühnenprogramm des ErlebnisBauernhofs teil. Themenschwerpunkte der beliebten Sonderausstellung, die jährlich ca. 40.000 Besucher anzieht, waren 2019 u.a. die artgerechte Nutztierhaltung, Artenvielfalt und Naturschutz.

Im Rahmen zweier zehnminütiger Auftritte beantworteten die beiden Wissenschaftler Fragen zu den Themen „Lebensgrundlage Boden – Was unsere Böden leisten“ und „Artenvielfalt und Naturschutz – was hat das mit Boden zu tun“. Dabei diskutierten sie mit der Moderatorin über die Bedeutung der Bodenfunktionen für Mensch und Umwelt, die Hauptursachen der Bodendegradation, wie z.B. Versiegelung, Verdichtung, Erosion und Übernutzung und die Bedeutung der Artenvielfalt im Boden für ein funktionierendes Bodensystem. Im Rahmen dieser Auftritte konnte wieder einmal deutlich gemacht werden, dass der Boden für Mensch und Umwelt genauso bedeutend ist, wie ein gesundes Klima, sauberes Wasser oder die Biodiversität.



Höchste Ehrung der amerikanischen Agrarökonomie für Göttinger Wissenschaftler

qaimProf. Dr. Matin Qaim wird Fellow der Amerikanischen Gesellschaft für Agrarökonomie

Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Matin Qaim von der Universität Göttingen wird Fellow der Amerikanischen Gesellschaft für Agrarökonomie (Agricultural & Applied Economics Association, AAEA). Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung der amerikanischen Agrarökonomie, die für herausragende wissenschaftliche Leistungen vergeben wird. AAEA Fellows werden seit 1957 ausgezeichnet. Qaim ist der erste deutsche Agrarökonom, der diesen Titel erhält.

Die AAEA ehrt Qaim für seine wegweisende und weltweit angesehene Forschung zur Ernährungssicherung und nachhaltigen landwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere auch seine vielfältigen internationalen Kooperationen und sein großes Engagement für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Ich freue mich ganz besonders, dass meine Arbeit auch in den USA wahrgenommen wird“, sagt Qaim. Die Auszeichnung wird im Juli 2019 bei einem Festakt in Atlanta (USA) verliehen.