Faculty of Agricultural Sciences

Faculty of Agricultural Sciences

Das Studiendekanat hat eine Liste mit dem aktuellen Stand der Module für das Sommersemester 2021 (Stand 3.5.2021) erstellt. Dort finden Sie, ob und wenn auf welche Art und Weise die Module im Sommersemester stattfinden. Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Zusätzlich hat das Studiendekanat Empfehlungen zur Gestaltung von Prüfungen für das WS 20/21 herausgegeben.

ENGLISH VERSION
The office of the student dean has compiled a list of the current status of the upcoming courses in the summer term 2021 (last update: 3.5.2021) . The list provides information about how (and if) courses will be conducted in the summer term. The list is being updated continuously.



Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand:




Bedeutender als gedacht: Handbestäubung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen

PM HandbestäubungBestäuber sind unverzichtbar für die landwirtschaftliche Produktion. Allerdings kann Bestäubung auch ausfallen oder unzureichend sein, was zu geringeren Erträgen und schlechterer Qualität führen kann. Daher sind alternative Lösungen erforderlich. Die Handbestäubung, bei der Pollen manuell oder mechanisch auf die Blüte aufgetragen wird, kann die tierische Bestäubung ergänzen oder ersetzen. Forscherinnen und Forscher der Universitäten Göttingen und Hohenheim präsentieren nun die erste systematische Übersicht über die Handbestäubung von Nahrungsmittelpflanzen. Sie zeigen, dass Handbestäubung weltweit bei 20 Nutzpflanzen angewandt wird, darunter auch wirtschaftlich bedeutsame Pflanzen wie Apfel, Ölpalme und Kakao. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology erschienen. mehr...



Welche Kartoffel trotz Phosphormangel gedeiht

KartoffelGöttinger Forschungsteam analysiert Knollen verschiedener Speise- und Stärkesorten. Phosphor ist ein essenzieller Pflanzennährstoff, der zeitlich nur begrenzt verfügbar ist. Sein Einsatz als Düngemittel muss also so gestaltet werden, dass es möglichst effizient genutzt wird und der Nährstoffverlust durch Auswaschung und Erosion minimiert wird. Für den Kartoffelanbau ist dies herausfordernd, da die Kartoffel aufgrund ihres schwachen Wurzelsystems einen hohen Bedarf an Phosphor hat. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat untersucht, wie sich eine eingeschränkte Phosphorversorgung auf die Nutzungseffizienz der Pflanzen und die Qualität der Kartoffelknollen auswirkt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Frontiers in Plant Science erschienen. mehr...



Wachsende Großstädte bedrohen Vogelgemeinschaften

Wachsende Großstädte bedrohen VogelgemeinschaftenDie sich ausbreitenden Großstädte und ihre negativen Folgen für die Artenvielfalt sind in Ländern der gemäßigten Zonen wie Deutschland umfassend untersucht worden. In tropischen Regionen des Globalen Südens, wo sich die meisten Urbanisierungs-Hotspots befinden, wurde dazu jedoch weniger geforscht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Universität Hohenheim haben gemeinsam mit der University of Agricultural Sciences of Bangalore untersucht, wie sich die wachsende „Megacity“ Bangalore, eine Stadt mit über zehn Millionen Einwohnern in Südindien, auf die Vogelgemeinschaften des Ackerlandes rund um die Stadt auswirkt. Demnach werden die Vogelgemeinschaften vereinheitlicht und Arten mit bestimmten funktionalen Merkmalen – zum Beispiel insektenfressende Vögel, die für die Schädlingsbekämpfung wichtig sind – sterben aus. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Global Change Biology erschienen. mehr...



Verbreitung von Paprika ist ein frühes Beispiel des globalen Handels

Verbreitung von Paprika ist ein frühes Beispiel des globalen HandelsPaprika hat einige vorteilhafte Eigenschaften: Sie ist leicht zu produzieren, zu konservieren und einfach in getrockneter Form zu transportieren; zum Würzen werden nur sehr kleine Mengen benötigt. Genetische Daten aus Genbanken belegen nun, dass Paprika schon früh von Händlern in weiten Teilen der Welt vertrieben wurde und so eines der ersten Beispiele für globalisierten Handel ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines internationalen Forschungsteams, an der Wissenschaftler des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) maßgeblich beteiligt waren. Koordinator der Studie ist Prof. Dr. Nils Stein, der am IPK forscht und eine Professur an der Universität Göttingen innehat. Die Ergebnisse der Studie wurden nun in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht. mehr...



Auszeichnung für ökologische Forschung

TscharntkeDer Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke von der Universität Göttingen hat die Ehrenmedaille 2021 der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ) erhalten. Die GfÖ zeichnet damit seit dem vergangenen Jahr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende und zukunftsweisende Leistungen in der ökologischen Forschung aus. Mit seinen konzeptuellen Ideen zu Biodiversitätsmustern auf Landschaftsebene sei Tscharntke der „Ideengeber und der Kopf der heutigen Landschaftsökologie“, so die GfÖ. Zudem erfülle er eine „herausragende Multiplikatorfunktion“. mehr...



Wie fachliche Integration den Artenschutz fördern kann

pic_aaa795bff920210804092032_Fachübergreifende Forschung in Wissenschaften, Förderprogrammen und Medien wird immer bedeutender. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Beteiligung der Universität Göttingen die Chancen und Herausforderungen dieser fachlichen Integration. Mit zahlreichen Beispielen aus der Vogel- und Fledermausforschung zeigen sie, wie unterschiedliche Disziplinen wie Biologie, Psychologie und Technologie gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung von Agrarlandschaften beitragen und diese verbessern können. Der Beitrag ist in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology erschienen. mehr...



Biodiversitätsfreundliche Landschaften fördern – jenseits des Öko-Landbaus

Biodiversität Ist der ökologische Landbau die grundlegende Alternative zur konventionellen Landwirtschaft, um die Biodiversität in Agrarlandschaften zu fördern? Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen stellt dies in Frage. Ein landschaftliches Mosaik aus natürlichen Lebensräumen und kleinräumigen und vielfältigen Anbauflächen sind laut den Autorinnen und Autoren sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft der Schlüssel, um Artenvielfalt großflächig zu fördern. Politische Entscheidungsträger sollten dies anerkennen, um einen entsprechenden Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft zu erreichen, so die Forderung. Die Stellungnahme ist in der Fachzeitschrift Trends in Ecology and Evolution erschienen. mehr...



Göttinger Wissenschaftler wird Präsident der IAAE

Qaim IAAE Der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim von der Universität Göttingen wird Präsident der International Association of Agricultural Economists (IAAE), der wissenschaftlichen Fachgesellschaft der Welt-Agrarökonomen. Qaim ist seit 2018 Mitglied im Vorstand der IAAE, seine Amtszeit beginnt am 31. August 2021 mit einer Periode als „President-Elect“, in der er unter anderem für die Organisation des alle drei Jahre stattfindenden IAAE-Kongresses verantwortlich ist. Ab 2024 übernimmt er dann für drei Jahre das eigentliche Amt des Präsidenten. Gleichzeitig bestätigte die IAAE Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel von der Universität Göttingen im Amt des Generalsekretärs, das dieser seit 2015 innehat. mehr...



Genom-Editierung bei Lebensmitteln – wie reagieren Bürgerinnen und Bürger?

PM_Genom-EdEin Forschungsteam der Universität Göttingen und der University of British Columbia in Vancouver (Kanada) hat untersucht, wie Bürgerinnen und Bürger in fünf verschiedenen Ländern auf verschiedene Anwendungen der Genom-Editierung in der Landwirtschaft reagieren, welche Anwendungen akzeptiert werden und wie Risiken und Nutzen der neuen Züchtungstechnologien eingeschätzt werden. Die Ergebnisse zeigen nur geringe Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern (Deutschland, Italien, Kanada, Österreich und USA). In allen Ländern werden Veränderungen des Genoms bei Nutzpflanzen eher akzeptiert als bei Nutztieren. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Agriculture and Human Values erschienen. mehr...

Bienen retten mit Genomik

PM_ BrenigDer Molekularbiologe Prof. Dr. Dr. Bertram Brenig von der Universität Göttingen hat den Illumina Agricultural Greater Good Award 2021 erhalten. Die Firma Illumina ist ein internationales Unternehmen, das sich auf genetische Sequenzierungstechnologie spezialisiert hat. Der Preis unterstützt Forschungsvorhaben, die Nachhaltigkeit, Produktivität und Nährstoffdichte von landwirtschaftlich wichtigen Nutzpflanzen und -tieren erhöhen. Brenig leitet das Tierärztliche Institut der Universität Göttingen. Er wird für seinen Forschungsvorschlag über die Westliche Honigbiene ausgezeichnet. Obwohl die Honigbiene einer der wichtigsten Bestäuber ist, steht sie derzeit vor zahlreichen Herausforderungen und einem Rückgang der Population. Brenig möchte die Genomik nutzen, um die Schwachstellen in der DNA der Westlichen Honigbiene zu verstehen. mehr...

Ambiente und gutes Essen: Wildbienen brauchen vielfältige Agrarlandschaften

pexels-alexas-fotos-2198671Massentrachten wie Raps oder Ackerbohnen bieten wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, die bei ihren Blütenbesuchen zur Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen beitragen. Doch nicht jede blühende Ackerkultur wird von denselben Bienen besucht. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Lebensraumvielfalt der Agrarlandschaft und der Anbau verschiedener Massentrachten, das heißt blühender Kulturpflanzen, auf Wildbienen auswirken. Es hat sich gezeigt, dass vielfältige Agrarlandschaften den Artenreichtum von Wildbienen erhöhen. Blühende Ackerkulturen mit unterschiedlichen Blütenformen fördern unterschiedliche Wildbienenarten. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Landscape Ecology erschienen. mehr...

Sakrale Stätten sichern Erhalt der Artenvielfalt im Iran

pic_94efce6b6a20210616105554In welchem Ausmaß tragen traditionelle Praktiken zum Erhalt der lokalen Artenvielfalt in der kurdischen Provinz des Iran bei? Warum und wie werden ,Heilige Haine' lokal wertgeschätzt und geschützt, und wie kann dies befördert werden? Ein Forschungsteam der Universität Kassel und der Universität Göttingen hat in Kooperation mit der University of Kurdistan diese Form lokalen Naturschutzes in der iranischen Provinz Baneh untersucht. mehr...

Hightech und Plasma statt Pflanzenschutzmittel

Projekt ProMapperDigital Farming, also der Einsatz von Robotern, künstlicher Intelligenz und Big Data, könnte in Zukunft unsere Ernährung sichern und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen schonen. Im Forschungsprojekt PRo-MAPPER unter der Leitung von HAWK-Professor Dr. Thomas Linkugel soll durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ein vollautomatisierter Pflanzroboter weiterentwickelt werden. Dieser könnte in Zukunft nicht nur Aussaat, Bewässerung, Düngung und Unkrautkontrolle übernehmen. mehr...

Ursprung der Feenkreise: Euphorbia-Hypothese widerlegt!

FeenkreiseDie Feenkreise in der Namib sind eines der größten Rätsel der Natur. Millionen dieser kreisrunden, vegetationslosen Flecken erstrecken sich über weite Gebiete an den Rändern der Wüste in Namibia. 1979 veröffentlichte G.K. Theron die ersten Forschungen über ihre Entstehung. Seine Hypothese war, dass giftige Substanzen aus den Blättern der Euphorbia damarana die Feenkreise verursachen. Im Rahmen einer neuen Studie fanden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Gobabeb Namib Research Institute die ursprünglichen Euphorbia-Pflanzen, die Teil von Therons Studie waren. Vier Jahrzehnte später sind die Forschenden nun in der Lage, Therons ursprüngliche Hypothese schlüssig zu widerlegen. Ihre Ergebnisse wurden in der Zeitschrift BMC Ecology and Evolution veröffentlicht. mehr...

„Pandemie“ auf dem Rübenacker

„Pandemie“ auf dem RübenackerDie Verbreitung invasiver Arten ist häufig eine Folge des globalen Wandels und stellt die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. In einem neuen Forschungsprojekt untersucht die Universität Göttingen gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut (JKI) und der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. die Biologie der Schilf-Glasflügelzikade. Das kleine Insekt ist Überträger der neuartigen, bakteriellen Krankheit Syndrome Basse Richesse (SBR), welche zunehmend den Zuckerrübenanbau in Deutschland gefährdet. Allein im vergangenen Jahr hatte sich die befallene Fläche mit 20.000 ha gegenüber dem Vorjahr drastisch erhöht. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert das Projekt „Penta-Resist“ drei Jahre lang mit insgesamt rund 600.000 Euro, weitere 100.000 Euro werden durch Arbeiten der beteiligten Saatzuchtunternehmen beigesteuert. mehr...

Dem Geheimnis der Kakao-Bestäuber auf der Spur

das geheimnis der kakaoWie wichtig Bestäuber für erfolgreiche Ernten und damit für die globale Ernährungssicherheit sind, ist weithin anerkannt. Allerdings ist oft nicht geklärt, wer genau die Bestäuber sind – selbst bei wichtigen Nutzpflanzen wie Kakao. Zudem ist bislang wenig erforscht, wie die Plantagen geschützt und bewirtschaftet werden sollten, um die Populationen der Bestäuber und deren Bestäubungsleistung zu erhöhen. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat in Zentral-Sulawesi, Indonesien, herausgefunden, dass Ameisen und Fliegen – und nicht wie bisher angenommen Gnitzen – eine entscheidende Rolle beim Bestäuben der Kakao-Pflanzen spielen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass die Förderung der Artenvielfalt sowie der Erhalt von Laubstreu und schattenspendenden Bäume in Agroforstsystemen wichtig sind, um die sehr kleinen Bestäuber der Kakaobäume zu fördern. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Biological Conservation erschienen. mehr...

Möglichst regional und nachhaltig – Lebensmittelkonsum in der Pandemie

coronaLebensmittelkonsumForscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben zum dritten Mal Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zu ihrem Einkaufs-, Ernährungs- und Kochverhalten sowie zur Wahrnehmung der Krisenfestigkeit des Ernährungssystems während der Corona-Pandemie befragt. Die Ergebnisse bestätigen die Kernaussagen der ersten beiden Befragungen: Nachhaltigkeitsaspekte sind vielen Menschen beim Lebensmittelkauf immer wichtiger, zudem bevorzugen sie Waren aus heimischer landwirtschaftlicher Produktion. Die aktuelle Studie bildet darüber hinaus neue Entwicklungen ab, wie das gestiegene Stressempfinden bei jungen Menschen. Die Ergebnisse der dritten Erhebung sind in einem Diskussionspapier am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen erschienen. mehr...



Globale Nachhaltigkeit: Internationales Forschungsteam plädiert für Kombination von Ökolandbau und Gentechnik

GenSchere Öko klFür mehr Nachhaltigkeit auf globaler Ebene sollte die EU-Gesetzgebung geändert und der Einsatz der Gen-Schere im Ökolandbau erlaubt werden. Dies fordert ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universitäten Bayreuth und Göttingen in einem Beitrag für die Fachzeitschrift Trends in Plant Science.
Die EU-Kommission hat im Mai 2020 die „Farm-to-Fork“-Strategie vorgelegt, die Teil des „European Green Deal“ ist. Das Ziel ist es, die europäische Landwirtschaft und das Ernährungssystem nachhaltiger zu gestalten. Insbesondere soll der Anteil des ökologischen Landbaus an der Agrarwirtschaft innerhalb der EU bis 2030 auf 25 Prozent erhöht werden. Diese Steigerung gewährleistet jedoch, wenn es bei der derzeitigen EU-Rechtslage bleibt, keineswegs mehr Nachhaltigkeit, wie die aktuelle Studie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bayreuth, Göttingen, Düsseldorf, Heidelberg, Wageningen, Alnarp und Berkeley zeigt. mehr... + Blogpost von Prof. Qaim und Prof. Purnhagen auf AgrarDebatten



"Wissenschaft bewegt": Mais, Gras und Rübenschnitzel: Wie wir Milchkühe am besten füttern

Aktuell gibt es über 4,2 Millionen Milchkühe in Deutschland, 870.000 davon in Niedersachsen. Die Frage nach ihrer richtigen Ernährung ist daher zentral für Tier und Mensch. Wie gut verdaulich ist das Futter? Wie energiereich sollte es sein? Welche Inhaltsstoffe eignen sich, damit es der Kuh auch gut geht. Der Nutztierwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Hummel von der Universität Göttingen untersucht diese Fragen in seiner Forschung:




Dr. Dr. Kurt Christian Kersebaum wird Honorarprofessor an der Universität Göttingen
kersebaum kl International anerkannter Experte auf dem Gebiet der Modellierung von Wasser- und Stickstoffdynamiken verstärkt die Fakultät für Agrarwissenschaften

Die Universität Göttingen hat zum Sommersemester 2021 Herrn Dr. Dr. Kurt Christian Kersebaum zum Honorarprofessor bestellt. Prof. Kersebaum ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Modellierung von Wasser- und Stickstoffdynamiken, von Boden-Pflanze Interaktionen sowie von Auswirkungen des Klimawandels. Er wird seine Erfahrungen im Bereich der Modellierung von Agarökosystemen im Rahmen seiner Lehrveranstaltung an der Fakultät für Agrarwissenschaften an Nachwuchswissenschafter*innen und Studierende weitervermitteln. Die Antrittsvorlesung von Prof. Kersebaum wird im Rahmen einer Fakultätsveranstaltung am 27. Oktober 2021 stattfinden. mehr...



Worauf Verbraucher beim Rindfleischkauf Wert legen

Weidehaltung PM Forschungsteam der Universität Göttingen untersucht Vermarktungspotenzial von Haltungsform und Rasse Weiderindfleisch von Zweinutzungsrindern ist ein Produkt mit vielversprechendem Potenzial für eine Marktdifferenzierung. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt, ob Konsumentinnen und Konsumenten das Produkt kaufen würden und bereit wären, mehr dafür zu zahlen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat in einer Studie Präferenzen und Zahlungsbereitschaft beim Rindfleischkauf untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Meat Science erschienen.

Das Team befragte rund 500 Verbraucherinnen und Verbraucher aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie untersuchten die Kriterien Produktionsweise, Produktionsort, Haltungsform, Rasse und Preis. Das Ergebnis: Weidehaltung auf Naturschutzflächen und „normale“ Weidehaltung sind wichtige Produkteigenschaften beim Rindfleischkauf. Außerdem sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher einen Mehrwert darin, wenn das Fleisch von einer Zweinutzungsrasse stammt, also von Tieren, die sowohl für die Milch- als auch für die Fleischproduktion gezüchtet werden.
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Miteinander reden: Wie die Debatte über landwirtschaftliche Tierhaltung konstruktiv wird

Wie Tiere in der Landwirtschaft gehalten werden, wird zunehmend gesellschaftlich kritisiert. Die Diskussionen sind kontrovers, der Umgangston rau. Untersuchungen darüber, wie kommuniziert wird, und was eine gute Strategie ist, um beim Gegenüber und in der Öffentlichkeit akzeptiert zu werden, gibt es kaum. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben deshalb unterschiedliche Kommunikationsarten untersucht und mit Praxisbeispielen aus der Debatte um die landwirtschaftliche Tierhaltung veranschaulicht. So können die unterschiedlichen Strategien leichter verstanden und individuell angewendet werden. Die Studie ist in der Fachzeitschrift German Journal of Agricultural Economics erschienen. Sie bietet vor allem für Akteure in der Öffentlichkeitsarbeit und politischen Debatte der Agrar- und Ernährungswirtschaft Hilfestellung.

„Kommunikation kann – richtig eingesetzt – ein starkes Werkzeug sein, um Verständnis beim Gegenüber zu erreichen. Sie führt aber auch schnell dazu, dass sich Fronten verhärten, wie das momentan in der Debatte um die Tierhaltung zu beobachten ist“, so Erstautorin Dr. Winnie Sonntag aus der Arbeitsgruppe Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte der Universität Göttingen. Das Team leitet aus der Kommunikationsforschung vier grundsätzliche Typen an Kommunikationsstrategien ab: reaktiv-passiv, reaktiv-offensiv, aktiv-symmetrisch und aktiv-dialogisch. Dabei steigt in dieser Reihenfolge die Bereitschaft, das eigene (Kommunikations-)Verhalten zu verändern und sich für eine Transformation der Tierhaltung einzusetzen.
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Öko-Landbau und Bienengesundheit

combee projektVielfältige Landschaften, Blühstreifen und ökologischer Landbau können sich positiv auf Bienen und andere Bestäuber in der Agrarlandschaft auswirken. Ein neues Forschungsprojekt der Universitäten Göttingen und Halle untersucht nun, welche Auswirkungen verschiedene Kombinationen dieser Maßnahmen auf die Diversität, Populationsentwicklung und Gesundheit von Bienen haben können. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das Projekt „Combee“ drei Jahre lang mit insgesamt rund 700.000 Euro.

Im Zentrum des Verbundprojekts stehen Untersuchungen zu biologischen Interaktionen über mehrere Ebenen der Nahrungsnetze und wie sich diese Interaktionen in verschiedenen Szenarien der Landnutzung verändern. „Wir wollen beispielsweise herausfinden, wie sich die Verfügbarkeit von Blüten in den verschiedenen Landnutzungstypen auf die Interaktionen zwischen Pflanze und Bestäuber auswirken“, sagt Prof. Dr. Catrin Westphal, Leiterin der Abteilung Funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen, „und wie sich diese mit der Verfügbarkeit von Blühressourcen und Nistplätzen in ökologisch bewirtschafteten Flächen, naturnahen Lebensräumen und Blühstreifen verändern.“ mehr...



Verbundprojekt OptiKult startet: IfZ beteiligt sich an der Entwicklung innovativer Verfahren zur mechanischen und chemischen Unkrautkontrolle

ifz Erfolgreicher Zuckerrübenanbau ist auf eine effektive Unkrautkontrolle angewiesen. Bislang wird Unkraut überwiegend chemisch reguliert. Chemische Pflanzenschutzmittel stehen in der öffentlichen Kritik. Mit innovativen Techniken und Technologien könnte es zukünftig gelingen, die Herbizidanwendungen um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Ziel des Projektes OptiKult ist es, diese Techniken bis zur Praxisreife weiter zu entwickeln.

Das Verbundprojekt „Optimierung von Verfahren kombiniert chemischmechanischer und mechanischer Unkrautbekämpfung in Reihenkulturen (OptiKult)“ wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung. Den Zuwendungsbescheid übergab der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel am 11. Februar bei einer Videokonferenz. Er hob die Relevanz des Projektansatzes für die Lösung von Zielkonflikten in der Landwirtschaft hervor: Angestrebt werden Ertragssicherung und zugleich die reduzierte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln durch eine Kombination von chemischer und mechanischer Unkrautregulierung mit einer georeferenzierten Saatgutablage. mehr...



Raps oder Erdbeere? Solitärbienen lassen sich nicht so leicht ablenken

WildbienenBestäubung klBienen besuchen diverse Pflanzenarten in der Agrarlandschaft. Ihr Sammelverhalten kann allerdings sowohl von den vorkommenden Pflanzenarten als auch von ihren Vorlieben beeinflusst werden. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen und des Julius-Kühn Instituts haben herausgefunden, dass soziale Bienen, wie Honigbienen und Hummeln, weniger im Erdbeerfeld zu finden waren, wenn in der Landschaft besonders viel Raps blühte. Allerdings konnten dafür mehr einzeln lebende Wildbienen, sogenannte Solitärbienen, im Feld beobachtet werden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

Für die Studie haben die Forscherinnen und Forscher im Raum Göttingen und Kassel Bienen in Erdbeerfeldern beobachtet. Zusätzlich wurde ein Experiment durchgeführt, um die Bedeutung der Insektenbestäubung zu untersuchen. Dazu wurden Blüten während der Blütezeit markiert, von denen manche geöffnet blieben, damit sie von Insekten besucht werden konnten, und andere in kleinen Tüten verpackt wurden, um den Besuch durch Insekten auszuschließen. Anschließend wurde jede Erdbeere gewogen und die Qualität bestimmt. mehr...



Lokale Hühnerrassen und einheimische Futtermittel – eine nachhaltige Alternative für die Geflügelproduktion?

Thumbnail PorReE neuer Titel kleinerAgrarwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Göttingen und des Friedrich-Loeffler-Instituts haben untersucht, ob die Nutzung lokaler Hühnerrassen und deren Kreuzungen sowie die Fütterung mit heimischen Ackerbohnen statt importiertem Soja eine Alternative für die Geflügelproduktion darstellen kann. In dem dreijährigen Projekt wurden zwei lokale Rassen sowie Elterntiere aus der Wirtschaftsgeflügelzucht und deren Kreuzungen hinsichtlich der Mast- und Legeleistung charakterisiert.

„Ziel war es, nicht nur einen isolierten Aspekt zu betrachten, sondern die ganze Wertschöpfungskette von der Eignung der Rassen und der Futterpflanzen über die Tiergesundheit und die Produktqualität bis hin zu den Verbrauchererwartungen zu analysieren“, so Prof. Dr. Henner Simianer aus der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen, der das Projekt koordinierte. In dem Projekt kam Futter zum Einsatz, dessen Eiweißkomponente vorrangig aus einheimischen Ackerbohnen anstelle des importierten Sojaschrots bestand. Entgegen früheren Berichten erwiesen sich die in der Ackerbohne enthaltenen antinutritiven Substanzen bei den hier untersuchten Tieren als unproblematisch und hatten keine nachteiligen Effekte auf die Tiergesundheit und Produktqualität. mehr...


  • Film über das Projekt
  • Präsentation über das Projekt



  • Frühe Impfung von Ferkeln gegen Ebergeruch

    Immunokastration klForscherinnen und Forscher des Thünen Institutes für Ökologischen Landbau und von der Universität Göttingen haben erstmals eine sehr frühe Impfung bei männlichen Ferkeln erprobt, um Ebergeruch beim Fleischverzehr zu vermeiden. Das Projektteam erhob umfangreiche Daten zu den Auswirkungen auf die Mastleistung, auf die Fleisch- und Fettqualität sowie auf das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Animals erschienen.

    Insgesamt 109 Schweine wurden in drei Versuchsdurchgängen entweder sehr früh, also in der 3. und 7. Lebenswoche, oder herkömmlich während der Mast in der 12. und 19. Lebenswoche mit Improvac© geimpft. Bei über 90 Prozent der Versuchstiere wurde die Entwicklung von Ebergeruch zuverlässig gehemmt. Die Produktionsleistungen sowie das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere unterschieden sich nicht zwischen den beiden Impfverfahren. Bei der Fleisch- und Fettqualität gab es keine nennenswerten Unterschiede zur herkömmlichen Anwendung der Immunokastration während der Mast. mehr...



    Prof. Spiller neuer Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

    Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für Agrar- und Lebensmittelmarketing an der Universität Göttingen, ist zum neuen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) gewählt worden und löst damit den langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Harald Grethe (Humboldt-Universität zu Berlin) ab. Herr Spiller wirkt bereits seit sechs Jahren im WBAE mit. Stellvertretende Vorsitzende des 18-köpfigen Beratungsgremiums sind die Direktorin des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, und die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Prof. Britta Renner, Gesundheitspsychologin an der Universität Konstanz.

    Neben der Wahl eines neuen Vorsitzenden, worden auch neue Beirät*innen berufen, die die Interdisziplinarität des Gremiums weiter stärken... mehr



    New managing director for CiBreed: Henner Simianer hands over to Tim Beissinger

    CiBreed_MDThe executive board of the Centre for Integrated Breeding Research (CiBreed) has elected Prof. Dr. Tim Beissinger as the new managing director of the Center at its meeting on December 1st, 2020.
    More than 40 members and affiliates from different faculties and research institutions have joined together under the roof of the center to bring together the expertise of crop, tree, and animal breeding and genetics with findings from natural and social sciences in order to bring about advances in all of these fields. The Center is financially supported by five leading companies in plant and animal breeding. Since its foundation in 2018, Prof. Dr. Henner Simianer (Chair of Animal Breeding and Genetics, Dean of the Faculty of Agricultural Sciences) has held the position of managing director and was responsible for the initialization and development of the center... Continue



    Neues Graduiertenkolleg „Nachhaltige Ernährungssysteme“ bewilligt

    RTG2654DFG fördert neues Programm an der Universität Göttingen mit 5 Mio. Euro Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab 2021 das neue Graduiertenkolleg (GRK) „Nachhaltige Ernährungssysteme“ an der Universität Göttingen. Für die erste Förderphase von viereinhalb Jahren wurden rund 5 Millionen Euro bewilligt. Ziel des GRK ist, exzellente Forschung und Ausbildung zu wichtigen Zukunftsthemen der Land- und Ernährungswirtschaft miteinander zu kombinieren. Sprecher des neuen Programms ist Prof. Dr. Matin Qaim vom Göttinger Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung.

    Landwirtschaft und Ernährung spielen für viele der globalen Herausforderungen wie Armut, Hunger, Übergewicht, Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt eine zentrale Rolle. Es ist klar, dass ohne gravierende Veränderungen in der Produktion und im Konsum von Lebensmitteln die globalen Nachhaltigkeitsziele nicht zu erreichen sind. Welche Veränderungen hilfreich sind und wie diese politisch und gesellschaftlich umgesetzt werden können, sind offene Fragen, die im neuen GRK umfassend erforscht werden sollen, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mehr