Faculty of Agricultural Sciences

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Ankündigungen (37)

Die neue Prüfungs- und Studienordnung (PStO) Bachelor Agrarwissenschaften tritt zum Wintersemester 2022/23 in Kraft. Wesentliche Neuerungen bestehen in einer besseren inhaltlichen Ausrichtung und Abstimmung der Module, sowie einem überarbeiteten Studienplan mit veränderter Schwerpunktlegung bei den Schlüsselkompetenzen. In der Ordnung des Studiengangs wurden zudem einige administrative Regelungen angepasst, die den Studienverlauf und das Prüfungswesen betreffen.
Für die Module des Bachelorstudiengangs wurden Äquivalenzlisten für diejenigen Module erstellt, die verändert wurden oder durch neue ersetzt werden. Aus dieser Liste ist die jeweilige Zuordnung ehemaliger und zukünftiger Module ersichtlich.


Die neue Prüfungs- und Studienordnung (PStO) Bachelor Agrarwissenschaften. Eine Zusätzliche Informationsverantaltung finden Sie hier und Antworten zu den häufig gestellten Fragen hier.



Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand:




Vegetationsfreie Flächen fördern bodennistende Wildbienen

pic_ceb8597cc420221124103639_Über die Nistansprüche bodennistender Wildbienen ist bisher relativ wenig bekannt, obwohl Nistplätze für die Förderung der meisten Wildbienenarten von zentraler Bedeutung sind. Von den knapp 600 Wildbienenarten in Deutschland nisten 75 Prozent im Boden, untersucht wurden bislang aber vor allem oberirdisch in Hohlräumen nistende Wildbienenarten. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat nun mit einer Studie auf Kalkmagerrasen gezeigt, dass die kleinräumige Entfernung von Vegetation zu einer deutlichen Vermehrung von Bodennestern führte, vor allem bei angrenzendem, hohem Blütenreichtum. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Global Ecology and Conservation erschienen. mehr...



Durchblick im Labeldschungel im Supermarkt?

pic_2bc69b1c0420221118112732_Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es beim Einkauf im Supermarkt nicht immer leicht, nachhaltige und gesunde Lebensmittel zu erkennen. Mit der Einführung von immer mehr Labeln sind zunehmend auch widersprüchliche Informationen auf dem gleichen Lebensmittel zu finden: Ein Produkt, was beispielsweise mit dem Nutri-Score „gut“ abschneidet, ist nicht unbedingt klima- oder umweltfreundlich und umgekehrt. Finden sich Verbraucherinnen und Verbraucher bei dieser Vielzahl an Labeln eigentlich noch zurecht? Und wie entscheiden sie sich, wenn sich die Informationen auf dem Produkt widersprechen? Ein Forschungsteam der Universität Göttingen und der Copenhagen Business School hat nun herausgefunden, dass mehrstufige Label eine Hilfestellung für einen nachhaltigen und gesunden Lebensmitteleinkauf sein können. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Food Quality and Preference erschienen. mehr...




Sind kleine tierhaltende Betriebe nachhaltiger?

pic_fbae75daa620221103104213_Betriebsgrößen: Göttinger Forschungsteam untersucht die gesellschaftliche Wahrnehmung. In der gesellschaftlichen Debatte zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft spielt die Größe des landwirtschaftlichen Betriebs eine wichtige Rolle. Viele Menschen bevorzugen kleine Betriebe mit Nutztierhaltung. Dies hat eine Verbraucherstudie der Universität Göttingen ergeben. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift PLOS Sustainability and Transformation erschienen. mehr...



Unbezahl(t)bar: Frauen in der Landwirtschaft

pic_9159e1dca320220922124705_Bäuerin, Landwirtin, mitarbeitende Familienangehörige, Landfrau – genauso vielfältig wie die Bezeichnungen sind auch die Positionen von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Über ihre Lebensentwürfe, Wünsche und Sorgen war bisher jedoch nur wenig bekannt.
Ein Forschungsprojekt über die Lebenssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben hat hier wichtige Einblicke geliefert. Gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und unterstützt vom Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv), haben Wissenschaftlerinnen des Braunschweiger Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft und des Lehrstuhls für Soziologie Ländlicher Räume der Universität Göttingen über drei Jahre lang Daten zusammengetragen und Landfrauen befragt. Am 22. September 2022 fand in Berlin die Abschlusskonferenz statt. mehr...




Kakao-Anbau: Wie bestimmte Tierarten den Ertrag steigern

pic_315b6e628120220914114935_Ohne Insekten geht es nicht beim Kakao-Anbau. Sie sorgen dafür, dass die Blüten bestäubt werden und sich die Kakaofrüchte, ein begehrter Rohstoff für die Nahrungsmittelindustrie, ausbilden. Weiterhin tragen Vögel und Fledermäuse erheblich dazu bei, den Ernteertrag zu erhöhen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten in Würzburg, Göttingen und Wien sowie der Allianz von Bioversity International and CIAT haben dies im Nordwesten Perus untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B erschienen. mehr...



Epigenetische Mechanismen beeinflussen die Geschlechtsdeterminierung bei Tierarten mit polygenbedingten Geschlechtsausprägung

Zebrafisch_Fotografiert_Hosseini (1)_Forscherteam gewinnt neue Erkenntnisse über die epigenetische Steuerung der sexuellen Plastizität. Sie zeigen in ihrer Studie, dass Variationen in der Geschlechtsausprägung und die sexuelle Plastizität durch epigenetische Mechanismen gesteuert werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Frontiers in Cell and Developmental Biology“ veröffentlicht. mehr...



„Nutri-Score“ kann irreführenden Zuckerangaben entgegenwirken

pic_c5c67bc94120220818095725_Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben die Bedeutung des „Nutri-Scores“ untersucht, welches als Label die allgemeine Nährwertqualität eines Lebensmittels kennzeichnet. Sie fanden heraus, dass das Label einer Irreführung durch Werbeslogans zum Zuckergehalt von Lebensmitteln entgegenwirken kann. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PlosOne erschienen. mehr...



Klimawandel und Ernährungssicherheit: Inwieweit könnte eine angepasste Landwirtschaft in der Europäischen Union zur globalen Ernährungssicherheit beitragen?

Klimawandel und Ernährungssicherheit Ernährungssicherheit, das heißt, die Verfügbarkeit und der Zugang zu genügend gesunden Lebensmitteln, ist zentral für das Wohlergehen von Individuen und Nationen und entscheidend für deren politische Stabilität. Hatte die miteinander verwobene Finanz- und Ernährungskrise 2008 bereits zu höherer Ernährungsunsicherheit geführt, so haben Coronakrise und der Krieg in der Ukraine die Lebensmittelpreise und Anzahl der vom Hunger Betroffenen wieder deutlich erhöht – vor allem in den ärmeren, von Getreideimporten abhängigen Ländern. Auch ohne derartige Preisspitzen ist eine erhebliche Steigerung der Nahrungsmittelproduktion in den kommenden Jahrzehnten dringend erforderlich. Neben einem weiterhin schnellen Bevölkerungswachstum (> 9 Milliarden im Jahr 2050) wird diese Herausforderung durch ein künftig raueres Klima, Verknappung von Süßwasserressourcen und fruchtbarem Land verschärft. Dies wirft viele Fragen auf: Welche Anpassungsmaßnahmen sind in der Landwirtschaft erforderlich, um weltweit Ernährungssicherheit herzustellen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen und aktiven Klimaschutz voranzubringen? mehr...



Belastung pflegender Landwirtinnen

Belastung pflegender Landwirtinnen Die Pflege Angehöriger stellt eine besondere Herausforderung dar. In der Landwirtschaft ist die informelle Versorgung im häuslichen Umfeld besonders weit verbreitet, und in der Praxis sind es fast immer die Frauen auf dem Betrieb, die die Versorgung der Pflegebedürftigen übernehmen. Mittlerweile beschränken sich die Aufgaben von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben aber nicht mehr nur auf traditionelle Tätigkeiten wie die Mithilfe und Sorgearbeit: Immer häufiger übernehmen sie die Betriebsleitung, sind außerbetrieblich angestellt und ehrenamtlich engagiert. Wie es Frauen in der Landwirtschaft gelingt, die Pflegeaufgabe in ihren Alltag zu integrieren und welche Auswirkungen diese Verantwortung auf das Leben der Pflegenden und ihrer Familien hat, untersucht nun ein Forschungsteam an der Universität Göttingen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt „Belastungen pflegender Landwirtinnen – eine rekonstruktive Analyse im biographischen Kontext“ drei Jahre lang mit insgesamt rund 345.000 Euro. mehr...



Gene beeinflussen Erkrankungsrisiko bei weltweit verbreiteter Rinderkrankheit

pexels-pixabay-458991 Zwei Punktmutationen im Erbgut von Rindern führen wahrscheinlich dazu, dass manche Tiere deutlich anfälliger für die Krankheit Dermatitis Digitalis sind. Sie ist bei Rindern in Stallhaltung weitverbreitet und äußerst schmerzhaft. Die beiden „Kandidatengene“ hat nun ein internationales Forschungsteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Göttingen und der University of Wisconsin-Madison in den USA gefunden. Dafür analysierten die Forscherinnen und Forscher die Daten von mehr als 5.000 Milchkühen. Die Erkenntnis könnte dabei helfen, die Züchtung von resistenten Tieren zu verbessern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Frontiers in Genetics veröffentlicht. mehr...



Nachhaltiger Vanille-Anbau auf Brachflächen

pic_7ae7ad523620220726141631_ Artenvielfalt erhalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Lebensgrundlage von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern beim Vanille-Anbau auf Madagaskar sichern – das ist laut einer Studie der Universitäten Göttingen, Marburg und Hohenheim möglich. Das Forschungsteam zeigt, dass Vanille-Plantagen, die auf brachliegendem Land angelegt wurden, sich vom Ertrag her nicht von denen unterscheiden, die im Wald angelegt wurden. Durch den Anbau wird zudem die Artenvielfalt auf den Flächen erhöht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen. mehr...



Maßnahmen für eine effektive Tierhaltungskennzeichnung-Sieben-Punkte-Plan für ein verbraucherwirksames Marketing

pexels-samira-5610064_ Anfang Juni hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) ein Eckpunktepapier zur Einführung einer verpflichtenden staatlichen Tierhaltungskennzeichnung für Fleisch vorgelegt. Im Laufe des Sommers sollen hierzu konkrete Rechtsvorschläge erarbeitet werden. Allerdings soll die Kennzeichnung vorerst nur für Schweinefrischfleisch gelten. Professor Achim Spiller, Dr. Sarah Kühl und Dr. Gesa Busch von der Universität Göttingen haben deshalb Vorschläge erarbeitet, die dafür sorgen sollen, dass die geplante Kennzeichnung ein Erfolg wird und einen Beitrag zum Umbau der Tierhaltung liefert. Diese Vorschläge werden heute auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Greenpeace vorgestellt. mehr...



Bakterielle Zellulose ermöglicht mikrobielles Leben auf dem Mars

pic_ea1853a44f20220602143429_ Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat die Überlebenschancen von Kombucha-Kulturen unter marsähnlichen Bedingungen untersucht. Kombucha-Kulturen sind auch als Teepilze bekannt und werden zur Herstellung von Getränken verwendet. Zwar zerstörte die simulierte Mars-Umgebung die mikrobielle Ökologie der Kombucha-Kulturen, aber überraschenderweise überlebte eine Zellulose produzierende Bakterienart. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Frontiers in Microbiology erschienen. mehr...



Öko-Landbau oder Blühstreifen – was ist besser für Insekten?

pic_36cee5a5df20220518091954_ Wie wirksam Agrarumweltmaßnahmen für die biologische Vielfalt sind, hängt von verschiedenen Faktoren und dem jeweiligen Blickwinkel ab. Das zeigen Agrarökologen der Universität Göttingen und des Zentrums für ökologische Forschung im ungarischen Vácrátót in einem Artikel in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology. Die Aussage des Forschungsteams: Je nach Art der Betrachtung sind Biodiversitätsvorteile auf dem Feld (ökologischer Landbau) oder neben dem Feld (Blühstreifen) anders zu beurteilen. Vergleichende Bewertungen von Umweltmaßnahmen könnten deshalb leicht in die Irre führen, so die Wissenschaftler. mehr...



Überweidung kippt komplettes Ökosystem

pic_c830010da320220517113805_ Das Tibetplateau hat eine besondere Bedeutung als Weideökosystem, als Kohlenstoffspeicher, für die Entstehung des Monsuns und für die Trinkwasserversorgung. Bei niedriger bis moderater Beweidung schützen tote und lebende Wurzeln der dort verbreiteten Kobresiarasen die Böden vor Degradation, also dem schrittweisen Verlust ihrer Ökosystemfunktionen bis hin zur Erosion. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universitäten Kiel, Göttingen und Hannover hat erstmals auf mikrobiologischer Basis den kritischen Grenzwert der Beweidung identifiziert, ab dem eine Degradation unumkehrbar ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht. mehr...



Studienmodul „Kartoffelproduktion“ - Georg-August-Universität Göttingen und Union der deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) e.V. arbeiten zusammen

pexels-antara-verma-7774212_ Im April starteten viele Universitäten in das neue Semester. Auch an der Georg-August-Universität Göttingen haben die Vorlesungen wieder begonnen. In diesem Sommersemester bietet die Universität den Studierenden das Modul „Kartoffel- produktion“ erstmals in enger Zusammenarbeit und Unterstützung mit UNIKA an. „Die ersten Lehrveranstaltungen des Moduls sind bereits erfolgreich durchgeführt“, erläutert Dr. Marcel Naumann, verantwortlich für die Lehre des Moduls „Kartoffelproduktion“ an der Georg-August-Universität Göttingen. mehr...



Neue Farbe für alten Weizen

pic_ef064d1ae320220420134112_ Der Forschungsdrang war groß: Sechs Studierende der Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen begannen 2018, roten, violetten und blauen Weizen zu züchten. Hierfür kreuzten sie etablierte mitteleuropäische Sorten mit farbigen genetischen Ressourcen und selektierten die besten Nachkommen. Die Universität förderte das Projekt, an dem mittlerweile die nächste Generation Studierender arbeitet, im Programm „Forschungsorientiertes Lehren und Lernen“ (FoLL). Die wissenschaftliche Analyse von Nachkommen aus diesen Kreuzungen wurde ebenfalls gefördert und brachte im vergangenen Jahr gute Ergebnisse. Nun möchte die Saatzucht Josef Breun GmbH mit dem studentischen Material farbige Sorten züchten. mehr...



Bohnenanbau in vielfältigen Agrarlandschaften fördert Bienen und steigert Ertrag

pic_415d368bca20220414120749_ Bestäubung durch Insekten ist essenziell für die Produktion vieler Nahrungspflanzen. Das Vorkommen von Bestäubern wie Bienen ist davon abhängig, ob Nistplätze und ausreichend Nahrung vorhanden sind. Fehlen diese Voraussetzungen, bleiben auch die Bestäuber aus und es leidet der Ertrag von blühenden Ackerkulturen, wie zum Beispiel Ackerbohnen und Raps. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Landschaftszusammensetzung aus blühenden Kulturen und naturnahen Habitaten auf die Dichten von Bienen, deren Verhalten beim Sammeln von Nektar und die Erträge von Ackerbohnen (Vicia faba L.) auswirkt. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology erschienen. mehr...



Start für das erste Klimalabel Niedersachsens

pexels-sunsetoned-7283618 Einen Förderbescheid über 799.565,18 Euro übergab Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast heute an die Georg-August-Universität Göttingen für die Entwicklung und Erprobung eines Klimalabels. Damit ist Niedersachsen das erste Bundesland, das eine Kennzeichnung voranbringt, welche die Klimaauswirkungen bei der Herstellung eines Lebensmittels berücksichtigt. mehr...



Ukraine-Krieg erfordert strategische Neuausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik

pexels-kaboompics-com-5980 (2) Forscher der Universität Göttingen schließen sich offenem Brief an Bundesregierung an. Der Angriffskrieg auf die Ukraine zerstört nicht nur tausende Menschenleben und ganze Städte, sondern erhöht auch das Risiko für Hungersnöte weltweit. In einem heute (1. April 2022) veröffentlichten offenen Brief an die Bundesregierung rufen Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen sowie zahlreicher weiterer Forschungsinstitute dazu auf, sofort eine Transformation des Ernährungssystems einzuleiten, um den verheerenden Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine und der sich gegenseitig verstärkenden Krisen (Klimawandel, Artenvielfalt, Friedensicherung) entgegenzuwirken. mehr...



Virtuelle Stallbesichtigungen machen Schweinehaltung transparenter

pexels-matthias-zomer-66627_ Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Tierwohl und Transparenz in der Nutztierhaltung. In den vergangenen Jahren hat die Landwirtschaft zunehmend versucht, zum Beispiel durch Hofführungen transparenter zu werden. Auch wenn Stallbesichtigungen in der Bevölkerung gut ankommen, sind sie für die breite Masse aus Hygiene- oder Erreichbarkeitsgründen kaum realisierbar und stoßen in der Praxis schnell an ihre Grenzen. Als innovativen Lösungsansatz haben Forscherinnen der Universität Göttingen nun erstmals die Wirkung und das Potenzial virtueller Stallbesichtigungen untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PLOS ONE erschienen. mehr...



Vielfältige Nahrung für Hummeln kann negativen Einfluss von Schädlingen begrenzen

pexels-minamarie-michell-570041_ Hummeln zählen zu den wichtigen Bestäubern, da sie viele verschiedene Pflanzenarten bestäuben und äußerst robust sind. Sie können bei Temperaturen fliegen, bei denen es für andere Bestäuber noch zu kalt ist. Wie viele andere Insekten, sind auch sie stark im Rückgang begriffen. Umso wichtiger ist es, herauszufinden, was Hummeln benötigen, um sich erfolgreich fortzupflanzen. Ein Team der Universität Göttingen hat gezeigt, dass eine abwechslungsreiche Landschaft und die Vielfalt von Pollen, den die Hummeln als Eiweißquelle für die Aufzucht der Nachkommen sammeln, eine bedeutende Rolle dabei spielen. Eine vielfältigere Nahrung konnte sogar negative Auswirkungen des Befalls mit parasitären Wachsmottenlarven abschwächen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment erschienen. mehr...



Trendsetter leben Fleischverzicht vor

pexels-helena-lopes-693267_ Ein Forschungsteam aus Göttingen beobachtet Einstellung zu einer nachhaltigen Ernährung Trendsetter sind Personen aus dem eigenen sozialen Umfeld, die den Kauf und Konsum von Lebensmitteln beeinflussen. Damit weisen sie ein beachtliches Potenzial auf, nachhaltige Ernährungsmuster zu fördern. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt, welche Einstellung Trendsetter in der jungen Generation zu einer nachhaltigen Ernährungsweise haben und welche Ziele sie verfolgen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat Trendsetter im Lebensmittelbereich identifiziert sowie deren Einstellung zum Fleischverzicht analysiert. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift British Food Journal erschienen. mehr...



Wie Daten im Kampf gegen Dürrerisiken helfen

pexels-iconcom-216692_ Wie entstehen Dürren und wie wirken sich solche Perioden auf die Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln und den Bedarf an internationaler Hilfe aus? Forscherinnen und Forscher haben im Verbundprojekt „GlobeDrought“, das an der Universität Göttingen koordiniert wird, Dürre-Ereignisse und ihre Risiken weltweit untersucht. Sie stellen fest, dass die Dürregefahren und Dürrerisiken stark variieren und zwar zeitlich, räumlich und in Bezug auf die untersuchten Dürrewirkungen. Die Frage, ob sich eine Dürregefahr – zum Beispiel durch ausbleibende Niederschläge– weiterentwickelt zu Engpässen in der Versorgung mit Trinkwasser oder Nahrungsmitteln, hängt dabei auch ganz wesentlich von der Verwundbarkeit der Systeme ab, die regional und sektoral sehr unterschiedlich ist. mehr...



Mut zur Lücke – auch im Genom

pic_17ab773af320211223103822 Die Nutzung genetischer Information ist für die moderne Pflanzenzucht unerlässlich geworden. Auch wenn die Sequenzierung der DNA seit der ersten Entschlüsselung des menschlichen Genoms im Jahr 2003 deutlich günstiger geworden ist, macht die Erhebung genetischer Informationen auch heute noch einen großen Teil der Kosten in der Tier- und Pflanzenzucht aus. Ein Trick, diese Kosten zu senken, besteht darin, nur einen sehr kleinen und zufällig ausgewählten Teil des Genoms zu sequenzieren und die verbliebenen Lücken mit mathematisch-statistischen Mitteln zu vervollständigen. Hierfür hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Göttingen einen neuen methodischen Ansatz entwickelt, der in der Fachzeitschrift PLoS Genetics veröffentlich wurde.. mehr...



Die Strategien des Waldes bei extremer Dürre

IMG_20191128_102101_6_ Wie reagieren der tropische Regenwald und seine Pflanzen auf extreme Dürre? Diese Prozesse zu verstehen, ist maßgeblich, um Wälder widerstandsfähiger gegen zunehmende Trockenheit im Klimawandel zu machen, und auch um Klimamodelle weiter präzisieren zu können. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Freiburg hat zu dieser Frage nun das bislang umfassendste Experiment durchgeführt. Dafür hat es einen künstlichen Regenwald neuneinhalb Wochen lang Dürre ausgesetzt und beobachtet, welche Strategien unterschiedliche Pflanzen gegen die Trockenheit anwenden und wie sie dabei mit anderen Pflanzen, dem Boden und der Atmosphäre interagieren. Die Universität Göttingen hat sich mit der Analyse der Kohlenstoffvorräte im Boden beteiligt. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Science erschienen. mehr...



Mit Videos und Modell-Farmern für nachhaltigere Landwirtschaft

pic_229934b3b720211216101958_ Kleinbäuerliche Familienbetriebe prägen die Landwirtschaft Sub-Sahara-Afrikas, zugleich sind diese häufig von sinkender Bodenfruchtbarkeit sowie Hunger und Armut betroffen. Anbaupraktiken, welche die Produktivität steigern und gleichzeitig den Boden schonen, sind daher entscheidend. Forschende der Universitäten Göttingen, Mannheim und Santa Clara (Kalifornien) haben in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Äthiopien untersucht, wie Trainingsmethoden solche Praktiken verbreiten können. Die Studie ist in der Fachzeitschrift The World Bank Economic Review erschienen. mehr...



Kakao-Anbau bietet Fledermäusen und Vögeln Nahrung und Lebensraum

pic_b58e43c00020211215093934_Kakao-Anbau erlaubt uns nicht nur den Genuss von Schokolade, sondern kann auch die Artenvielfalt fördern. Die Vorteile der Farmen für die biologische Vielfalt wurden in Agrarlandschaften mit Resten von tropischen Regenwäldern umfassend untersucht, waren aber in Regionen mit tropischen Trockenwäldern bisher unbekannt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat nun erstmals herausgefunden, wie saisonale Effekte das Vorkommen von Vögeln und Fledermäusen – den wichtigsten Fressfeinden von schädigenden Insekten – in Kakaowäldern in Peru bestimmen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Agriculture Ecosystems and Environment erschienen. mehr...