Faculty of Agricultural Sciences

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Die Universität Göttingen hat eine Internet-Seite eingerichtet, um über aktuelle Entwicklungen an der Universität, die sich aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) ergeben, zu berichten. Bitte sehen Sie bei Fragen zu allererst dort nach.

Das Studiendekanat hat eine Liste mit dem aktuellen Stand der Module für das Wintersemester 2020/2021 (Stand 26.10.2020) erstellt. Dort finden Sie, ob und wenn auf welche Art und Weise die Module im Wintersemester stattfinden. Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Zusätzlich hat das Studiendekanat Empfehlungen zur Gestaltung von Prüfungen für das WS 20/21 herausgegeben.

ENGLISH VERSION
The office of the student dean has compiled a list of the current status of the upcoming courses in the winter term 2020/2021 (last update: 26.10.2020.) . The list provides information about how (and if) courses will be conducted in the summer term. The list is being updated continuously.





Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.
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Verbundprojekt OptiKult startet: IfZ beteiligt sich an der Entwicklung innovativer Verfahren zur mechanischen und chemischen Unkrautkontrolle

ifz Erfolgreicher Zuckerrübenanbau ist auf eine effektive Unkrautkontrolle angewiesen. Bislang wird Unkraut überwiegend chemisch reguliert. Chemische Pflanzenschutzmittel stehen in der öffentlichen Kritik. Mit innovativen Techniken und Technologien könnte es zukünftig gelingen, die Herbizidanwendungen um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Ziel des Projektes OptiKult ist es, diese Techniken bis zur Praxisreife weiter zu entwickeln.

Das Verbundprojekt „Optimierung von Verfahren kombiniert chemischmechanischer und mechanischer Unkrautbekämpfung in Reihenkulturen (OptiKult)“ wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung. Den Zuwendungsbescheid übergab der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel am 11. Februar bei einer Videokonferenz. Er hob die Relevanz des Projektansatzes für die Lösung von Zielkonflikten in der Landwirtschaft hervor: Angestrebt werden Ertragssicherung und zugleich die reduzierte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln durch eine Kombination von chemischer und mechanischer Unkrautregulierung mit einer georeferenzierten Saatgutablage. mehr...



Raps oder Erdbeere? Solitärbienen lassen sich nicht so leicht ablenken

WildbienenBestäubung klBienen besuchen diverse Pflanzenarten in der Agrarlandschaft. Ihr Sammelverhalten kann allerdings sowohl von den vorkommenden Pflanzenarten als auch von ihren Vorlieben beeinflusst werden. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen und des Julius-Kühn Instituts haben herausgefunden, dass soziale Bienen, wie Honigbienen und Hummeln, weniger im Erdbeerfeld zu finden waren, wenn in der Landschaft besonders viel Raps blühte. Allerdings konnten dafür mehr einzeln lebende Wildbienen, sogenannte Solitärbienen, im Feld beobachtet werden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

Für die Studie haben die Forscherinnen und Forscher im Raum Göttingen und Kassel Bienen in Erdbeerfeldern beobachtet. Zusätzlich wurde ein Experiment durchgeführt, um die Bedeutung der Insektenbestäubung zu untersuchen. Dazu wurden Blüten während der Blütezeit markiert, von denen manche geöffnet blieben, damit sie von Insekten besucht werden konnten, und andere in kleinen Tüten verpackt wurden, um den Besuch durch Insekten auszuschließen. Anschließend wurde jede Erdbeere gewogen und die Qualität bestimmt. mehr...



Lokale Hühnerrassen und einheimische Futtermittel – eine nachhaltige Alternative für die Geflügelproduktion?

Thumbnail PorReE neuer Titel kleinerAgrarwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Göttingen und des Friedrich-Loeffler-Instituts haben untersucht, ob die Nutzung lokaler Hühnerrassen und deren Kreuzungen sowie die Fütterung mit heimischen Ackerbohnen statt importiertem Soja eine Alternative für die Geflügelproduktion darstellen kann. In dem dreijährigen Projekt wurden zwei lokale Rassen sowie Elterntiere aus der Wirtschaftsgeflügelzucht und deren Kreuzungen hinsichtlich der Mast- und Legeleistung charakterisiert.

„Ziel war es, nicht nur einen isolierten Aspekt zu betrachten, sondern die ganze Wertschöpfungskette von der Eignung der Rassen und der Futterpflanzen über die Tiergesundheit und die Produktqualität bis hin zu den Verbrauchererwartungen zu analysieren“, so Prof. Dr. Henner Simianer aus der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen, der das Projekt koordinierte. In dem Projekt kam Futter zum Einsatz, dessen Eiweißkomponente vorrangig aus einheimischen Ackerbohnen anstelle des importierten Sojaschrots bestand. Entgegen früheren Berichten erwiesen sich die in der Ackerbohne enthaltenen antinutritiven Substanzen bei den hier untersuchten Tieren als unproblematisch und hatten keine nachteiligen Effekte auf die Tiergesundheit und Produktqualität. mehr...


  • Film über das Projekt
  • Präsentation über das Projekt



  • Frühe Impfung von Ferkeln gegen Ebergeruch

    Immunokastration klForscherinnen und Forscher des Thünen Institutes für Ökologischen Landbau und von der Universität Göttingen haben erstmals eine sehr frühe Impfung bei männlichen Ferkeln erprobt, um Ebergeruch beim Fleischverzehr zu vermeiden. Das Projektteam erhob umfangreiche Daten zu den Auswirkungen auf die Mastleistung, auf die Fleisch- und Fettqualität sowie auf das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Animals erschienen.

    Insgesamt 109 Schweine wurden in drei Versuchsdurchgängen entweder sehr früh, also in der 3. und 7. Lebenswoche, oder herkömmlich während der Mast in der 12. und 19. Lebenswoche mit Improvac© geimpft. Bei über 90 Prozent der Versuchstiere wurde die Entwicklung von Ebergeruch zuverlässig gehemmt. Die Produktionsleistungen sowie das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere unterschieden sich nicht zwischen den beiden Impfverfahren. Bei der Fleisch- und Fettqualität gab es keine nennenswerten Unterschiede zur herkömmlichen Anwendung der Immunokastration während der Mast. mehr...



    Prof. Spiller neuer Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

    Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für Agrar- und Lebensmittelmarketing an der Universität Göttingen, ist zum neuen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) gewählt worden und löst damit den langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Harald Grethe (Humboldt-Universität zu Berlin) ab. Herr Spiller wirkt bereits seit sechs Jahren im WBAE mit. Stellvertretende Vorsitzende des 18-köpfigen Beratungsgremiums sind die Direktorin des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Hiltrud Nieberg, und die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Prof. Britta Renner, Gesundheitspsychologin an der Universität Konstanz.

    Neben der Wahl eines neuen Vorsitzenden, worden auch neue Beirät*innen berufen, die die Interdisziplinarität des Gremiums weiter stärken... mehr



    New managing director for CiBreed: Henner Simianer hands over to Tim Beissinger

    CiBreed_MDThe executive board of the Centre for Integrated Breeding Research (CiBreed) has elected Prof. Dr. Tim Beissinger as the new managing director of the Center at its meeting on December 1st, 2020.
    More than 40 members and affiliates from different faculties and research institutions have joined together under the roof of the center to bring together the expertise of crop, tree, and animal breeding and genetics with findings from natural and social sciences in order to bring about advances in all of these fields. The Center is financially supported by five leading companies in plant and animal breeding. Since its foundation in 2018, Prof. Dr. Henner Simianer (Chair of Animal Breeding and Genetics, Dean of the Faculty of Agricultural Sciences) has held the position of managing director and was responsible for the initialization and development of the center... Continue



    Neues Graduiertenkolleg „Nachhaltige Ernährungssysteme“ bewilligt

    RTG2654DFG fördert neues Programm an der Universität Göttingen mit 5 Mio. Euro Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab 2021 das neue Graduiertenkolleg (GRK) „Nachhaltige Ernährungssysteme“ an der Universität Göttingen. Für die erste Förderphase von viereinhalb Jahren wurden rund 5 Millionen Euro bewilligt. Ziel des GRK ist, exzellente Forschung und Ausbildung zu wichtigen Zukunftsthemen der Land- und Ernährungswirtschaft miteinander zu kombinieren. Sprecher des neuen Programms ist Prof. Dr. Matin Qaim vom Göttinger Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung.

    Landwirtschaft und Ernährung spielen für viele der globalen Herausforderungen wie Armut, Hunger, Übergewicht, Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt eine zentrale Rolle. Es ist klar, dass ohne gravierende Veränderungen in der Produktion und im Konsum von Lebensmitteln die globalen Nachhaltigkeitsziele nicht zu erreichen sind. Welche Veränderungen hilfreich sind und wie diese politisch und gesellschaftlich umgesetzt werden können, sind offene Fragen, die im neuen GRK umfassend erforscht werden sollen, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mehr




    Die neue Ausgabe der agrar aktuell ist erschienen

    AA25 Titel klein Pünktlich zum Start in das Wintersemester 2020/21 ist die 25. Ausgabe der agrar aktuell erschienen. Darin erhalten Sie Nachrichten aus der Fakultät für Agrarwissenschaften sowie Einblicke aus den Forschungsprojekten ihrer vielen unterschiedlichen Abteilungen. Neben der digitalen Ausgabe, finden Sie die gedruckte Ausgabe an unterschiedlichen Orten an der Universität zum Mitnehmen ausgelegt, wie z.B. am Eingang des Blauen Turms.




    Großes internationales Interesse am 2. Herbst-Workshop des Zentrums für integrierte Züchtungsforschung (CiBreed) – Top Referent*innen und fast 300 Teilnehmende

    CiBreed_Logo_Print_klAm 29. September 2020 fand der 2. Herbst-Workshop des Zentrums für Integrierte Züchtungsforschung (Center for Integrated Breeding Research, CiBreed) statt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wäre die Durchführung als Präsenz-Veranstaltung nur mit Schwierigkeiten und nur für wenige Teilnehmer möglich gewesen, deshalb wurde der Workshop dieses Jahr rein virtuell per Zoom durchgeführt.

    Für den Workshop konnten vier in ihren Fachgebieten weltweit führende Expert*innen als Vortragende gewonnen werden, nämlich Hans Daetwyler von der La Trobe-University in Melbourne, Australien, John Hickey vom Roslin Insitute Edinburgh, Edward Buckler von der Cornell University in New York und Trudy Mackay von der Clemson University in South Carolina. In den Vorträgen wurden aktuelle Trends in der genetischen Züchtungsforschung dargestellt mit zum Teil visionären Ansätzen, die das große Potenzial des Einsatzes genetischer und biotechnologischer Methoden in der Züchtung illustrierten. mehr...



    Göttinger Agrarökonomen treffen auf Resonanz in Wissenschaft und Medien

    qaimspiller Im jährlichen F.A.Z. - Ökonomenranking positionieren sich zum wiederholten Mal zwei Göttinger Professoren weit oben

    Die Agrarökonomen Prof. Dr. Achim Spiller und Prof. Dr. Matin Qaim von der Universität Göttingen zählen zu den wichtigsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum, so das Ergebnis des aktuellen Ökonomenrankings der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Das Ranking listet jedes Jahr die einflussreichsten Ökonominnen und Ökonomen, die einer Universität oder einem Forschungsinstitut in Deutschland, Österreich oder der Schweiz angehören. Im Gesamtranking belegt Spiller, Professur für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte, Rang 56. Im Teilranking Wissenschaft findet sich Qaim, Lehrstuhl für Welternährungswirtschaft und Rurale Entwicklung, auf Platz 19. Für die Disziplin Agrarökonomie belegen die beiden Wissenschaftler somit die besten Plätze insgesamt. mehr...



    Soja- oder Ackerbohne als Futtermittel?

    hühnerUniversität Göttingen untersucht Einfluss auf Fleischqualität von Zweinutzungshühnern

    Die derzeitige Praxis der Geflügelproduktion ist mit ethischen und ökologischen Bedenken verbunden. Die ethischen Bedenken umfassen unter anderem das Töten von männlichen Eintagsküken von Legehühnern. Ökologische Bedenken beziehen sich auf den Import großer Mengen an Sojabohnen als Futtermittel. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat daher Alternativen untersucht: zum einen die Nutzung von heimischen Proteinquellen wie die Ackerbohne (auch bekannt als Feld- oder Saubohne), zum anderen die Nutzung von Zweinutzungshühnerrassen, die sowohl zum Eierlegen als auch zur Mast gehalten werden können. Das Ergebnis: Sowohl die Ackerbohne als Futtermittel als auch die Zweinutzungsrasse sind geeignete Alternativen, die keinen negativen Einfluss auf die Fleischqualität haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Foods erschienen. Die Studie konzentrierte sich auf die Junghähne zweier Doppelnutzungsrassen (Vorwerkhuhn und Bresse Gauloise) und einer spezialisierten Legehuhnherkunft mit hoher Legeleistung (White Rock). mehr...



    Einkauf und Ernährung nach dem Lockdown: Weniger Außer-Haus-Konsum, gesteigertes Preisbewusstsein

    corona einkauf Göttinger Forscherteam untersucht Verhalten und Einstellungen von Verbrauchern in Deutschland in den unterschiedlichen Phasen der Corona-Pandemie

    Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen erheben seit Mitte April in einer deutschlandweiten Konsumentenbefragung, wie sich die Corona-Pandemie auf das Einkaufs-, Ernährungs- und Kochverhalten auswirkt. Mitte Juni, zu einem Zeitpunkt mit geringen Infektionszahlen und zunehmenden Lockerungen, wurden dieselben Konsumentinnen und Konsumenten noch einmal befragt. Ein Vergleich der Daten zeigt in einigen Bereichen einen Rückgang zu den Verhaltensmustern wie vor der Corona-Pandemie. Die Menschen kochten weniger zuhause, dafür gingen sie wieder häufiger einkaufen. Andere Aspekte blieben stabil, wie die gestiegene Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Lebensmittelwahl und die gestiegene Präferenz für die heimische Landwirtschaft. Die Ergebnisse sind in einem Diskussionspapier am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen erschienen. mehr...



    Klimalabel im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages: Warum der Staat das drohende Klimalabel-Wirrwarr ordnen sollte

    klimalabel_kleinGöttinger Wissenschaftler*innen plädieren für ein einheitliches staatliches Klimalabel

    Am Montag, 14. September, berät der Deutsche Bundestag im Petitionsausschuss zum Thema CO₂-Kennzeichnung von Lebensmitteln. Das Thema ist aktuell, weil immer mehr Unternehmen ein Klimalabel auf ihren Produkten anbringen. Es ist wichtig, weil Lebensmittel global rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen verursachen. Deshalb hat sich vor kurzem auch der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE 2020) für ein Klimalabel auf Lebensmitteln ausgesprochen und für eine staatliche Regelung plädiert. Derzeit entwickeln sich am Markt jedoch ganz unterschiedliche Formen von Klimalabeln, solche, die CO₂-Werte in kg angeben (z. B. Oatly), andere weisen prozentuale Verbesserungen aus (z. B. Arla), wieder andere kennzeichnen eine Kompensation der Treibhausgasemissionen (z. B. CO2-neutrale Bananen). In zwei Positionspapieren geben Forscher*innen der Universität Göttingen jetzt Empfehlungen für die Gestaltung eines Klimalabels. mehr...



    Göttinger Professoren beteiligen sich an Gutachten zu nachhaltigerer Ernährung

    wbaeWissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz übergibt Empfehlungen an die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

    Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE), ein interdisziplinär besetztes Gremium, welches das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei der Entwicklung seiner Politik ehrenamtlich berät, übergibt heute sein neues Gutachten „Eine integrierte Ernährungspolitik entwickeln und faire Ernährungsumgebungen gestalten“ an die Bundesministerin Julia Klöckner in Bonn. Darin formuliert der WBAE neun zentrale Empfehlungen für die Transformation des Ernährungssystems, welche sich an den vier zentralen Zieldimensionen einer nachhaltigeren Ernährung orientiert, den sogenannten „Big Four“: Gesundheit, Soziales, Umwelt und Tierwohl.

    Empfohlen werden unter anderem die schrittweise Einführung einer qualitativ hochwertigen und beitragsfreien Kita- und Schulverpflegung, die Abschaffung der Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für tierische Produkte, die Einführung einer neuen Verbrauchssteuer auf zuckerhaltige Getränke sowie die Einführung eines verpflichtenden Klimalabels für alle Lebensmittel. Das Gutachten zeigt, dass in der öffentlichen Diskussion zu häufig symbolpolitisch gestritten wird, beispielweise über Plastiktüten, statt über zentrale umweltpolitische Stellschrauben wie die Notwendigkeit eines deutlich reduzierten Konsums tierischer Produkte. Deutschland ist im internationalen Vergleich bei der Ernährungspolitik Nachzügler. Die Verantwortung wird zu stark auf die einzelnen Konsumenten verlagert; die Politik müsse stärker eingreifen und unterstützen, um nachhaltiges Verhalten zu fördern, so der WBAE. mehr...

    Website zum Gutachten