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Ägyptologie und Koptologie (B.A.) (2-Fächer)

Ägypten von den Pyramiden zu Kleopatra und darüber hinaus! Im B.A.-Studiengang in Göttingen erkunden Sie die Geschichte Ägyptens von den Anfängen bis zur islamischen Zeit. Sie lernen die ägyptischen Sprachen, lesen Hieroglyphen und andere Schriftformen, analysieren Papyri und Inschriften. Sie setzen sich intensiv mit den ägyptischen Denkmälern und archäologischen Stätten, mit der Kultur, Literatur und Religion der Ägypter auseinander. Sie vertiefen und erweitern Ihre Kenntnisse, indem Sie an Exkursionen zu (inter)nationalen Museen teilnehmen und Praktika absolvieren.




Name des Studienfachs: Ägyptologie und Koptologie (B.A.) (2-Fächer)
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.) (2-Fächer)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester

Zulassung zum Wintersemester 2017/18:

  • 1. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): zulassungsfrei (Bewerbung bei International Student Office)



Darstellung des Studienfachs
Ägyptologie und Koptologie am Göttinger Institut
Die Ägyptologie als Wissenschaft erforscht die Kultur des pharaonischen Ägypten. Gegenstand der Koptologie ist das spätantike christliche Ägypten. Beide Schwerpunkte werden in Göttingen an einem Institut vertreten und als ein Studienfach gelehrt, so dass die Studierenden einen besonders weiten Blick über die Ausprägungen und Entwicklungen der Architektur, gegenständlichen Kunst und Literatur im vormodernen Ägypten gewinnen können. Die Forschungsschwerpunkte am Göttinger Institut sind derzeit Religions- und Sprachgeschichte, koptische Kirchengeschichte, Archäologie, Bauforschung, Kulturtheorie, „Gender Studies“ sowie die ägyptologische und koptologische Wissenschaftsgeschichte.
Das Seminar beherbergt ein Grabungsprojekt in Ägypten und steht in engen Verbindungen mit den Ägyptischen Sammlungen in Hildesheim und Hannover, die es den Studierenden ermöglichen, während ihrer Ausbildung bereits mit Originalobjekten zu arbeiten. Am Seminar werden zwei Fachzeitschriften herausgegeben, so dass ein reger Austausch mit internationalen Wissenschaftlern und Forschungsinstitutionen gepflegt wird und regelmäßig Gastvorträge und Tagungen organisiert werden können.

Inhalte und Verlauf
Der Blick auf eine fremde Kultur wirft Fragen zu den Menschen, den Formen ihres Zusammenlebens und zu ihrem Denken und Glauben auf. Mit dem Ziel, Informationen aus den archäologischen Funden und Befunden zu gewinnen und eigene Antworten zu finden, erlernen die Studierenden den Umgang mit den wissenschaftlichen Herangehensweisen von Archäologie, Religions-, Kunst- und Literaturgeschichte, Linguistik, Kultur-, Sozial- und Kirchengeschichte. Der geographische Raum des Alten Ägypten deckt sich annähernd mit dem heutigen, hinzu kommen die west- und südafrikanischen sowie die vorderasiatischen Einflussgebiete. Der zeitliche Bogen spannt sich über mehrere Jahrtausende von der Vorgeschichte des Niltals bis in das hohe Mittelalter.

Im Bacherlorstudium steht den Studierenden die Wahl zwischen dem Schwerpunkt „Ägyptologie“ und dem Schwerpunkt „Koptologie“ offen. Im Verlauf von 6 Semestern erwerben sie insgesamt 180 „Credit Points“ (Anrechnungspunkte nach ECTS, abgekürzt „C“), indem sie in jedem der zwei ausgewählten Fächer (also Ägyptologie und Koptologie und beispielsweise Ur- und Frühgeschichte) 66 C sammeln, daneben 36 C im sog. „Professionalisierungsbereich“ und 12 C durch die Bachelorarbeit.
Für den Professionalisierungsbereich können die Studierenden zusätzlich aus dem Modulangebot der beiden Fächer wählen und/oder aus einem darüber weit hinausreichenden Angebot von Schlüsselkompetenzen (beispielsweise „Französisch für Kulturwissenschaftler“, „Vorbereiten und Halten von Referaten für Bachelor-Studierende“ oder auch „Tätigkeit in der studentischen Selbstverwaltung“).
Ein Modul ist eine Lehreinheit, die (wie in der Studien- und Prüfungsordnung verzeichnet) für ein je bestimmtes Lernziel angesetzt wurde und sich in ganz verschiedenen Formen von Lehrveranstaltungen ausprägen kann: Seminar, Vorlesung, Tutorium, selbständiges Arbeiten und Arbeiten in Gruppen. Die Höhe der Credit Points der Module richtet sich nach dem kalkulierten Mindestarbeitsaufwand, den die Studierenden für eine erfolgreiche Teilnahme (also auch Vor- und Nachbereitung) aufwenden.
Im Bachelorstudium verteilen sich die Abfragen der erworbenen Kenntnisse auf den gesamten Zeitraum des Studiums, das Verfassen der Bachelorarbeit im letzten Semester ist dann die letzte Prüfung. Je nach Modul bearbeiten die Studierenden die Inhalte der Lehrveranstaltungen während des laufenden Semesters in Form von Referaten und/oder Hausarbeiten. Daneben können am Ende eines Moduls mündliche Gruppenprüfungen oder schriftliche Klausuren anstehen. Der Modulkatalog der Prüfungs- und Studienordnung gibt genauere Informationen darüber, welche Prüfungsform für welches Modul vorgesehen ist.

Sprachkenntnisse
Grundsätzlich ist es für die Studierenden des B.A.-Studiengangs Ägyptologie und Koptologie von großem Vorteil, wenn sie bereits Englisch und Französisch lesen können. Diese und weitere Sprachkenntnisse, beispielsweise Grundkenntnisse des Altgriechischen für Koptologen, können sie jedoch auch während des Studiums an der Universität erwerben, die dafür ein breites Angebot an Kursen bereithält. Aktuelle Informationen dazu gibt die Homepage der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen („ZESS“).

Mögliche Fächerkombinationen
Der Studiengang „Ägyptologie und Koptologie“ gehört der Philosophischen Fakultät an. Aufgrund der Vielfalt an Fakultäten der Universität Göttingen und ihren diversen Fächern sind die Kombinationsmöglichkeiten zahlreich. Empfehlenswert sind Verbindungen mit inhaltlich naheliegenden Fächern wie Altorientalistik, Archäologie der Klassischen und Byzantinischen Welt, Ur- und Frühgeschichte, Geschichte, Klassische Philologie, Kunstgeschichte, Theologie, Religionswissenschaft, Allgemeine Sprachwissenschaft oder Verbindungen mit methodenorientierten Fächern wie den Literaturwissenschaften und modernen Sprach- und Kulturwissenschaften (z.B. Germanistik, Kulturanthropologie).

Zielsetzungen
Die Absolventen dieses Studiengangs beherrschen Schrift und Sprache der Ägypter und können altägyptische Texte selbständig erfassen und interpretieren.
Im Laufe des Studiums der Ägyptologie und Koptologie bildet sich ein Verständnis für die gesellschaftlichen Hintergründe der ägyptischen Quellen (Objekte wie Texte) und für ihre archäologischen Zusammenhänge heraus. Mit zunehmendem Erfolg verfassen die Studierenden schriftliche Arbeiten, bereiten Präsentationen vor und halten Vorträge. Damit üben sie sich in der Auseinandersetzung mit komplexen Sachverhalten und verfügen schließlich über Strategien zur Problemlösung und zur Vermittlung von Wissen.
Nachdem die Lehrveranstaltungen fundierte Einblicke in die unterschiedlichsten Sachgebiete des Faches gewährten, vertiefen sich die Studierenden für ihre Abschlussarbeit in ein spezielles Thema. Diese intensive Auseinandersetzung qualifiziert für verschiedene nichtwissenschaftliche Tätigkeiten oder legt den Grundstein für eine zukünftige wissenschaftliche Spezialisierung.
Auf den nichtwissenschaftlichen Arbeitsmarkt bereitet das Studium vor, indem es eine Reihe von übertragbaren Fertigkeiten und Kenntnissen vermittelt: Fähigkeiten zur Anfertigung von schriftlichen Arbeiten, Vorträgen, Präsentationen, im Umgang mit Rechnern/Medien, zur Erfassung komplexer Sachverhalte und Problemlösung. Insbesondere erwerben Studierende auch interkulturelle Kompetenz und Techniken des Wissenstransfers: Das Alte Ägypten liegt von unserer heutigen Kultur zeitlich und räumlich weit entfernt, daher entwickeln Ägyptologie- und Koptologiestudenten im besonderen Maße die Fähigkeit, sich in andere Menschen bzw. Gesellschaften und Kulturen hineinzudenken.

Nach dem Studium
Mit dem erworbenen akademischen Grad können die Absolventen u.a. folgende Tätigkeitsfelder anstreben: Mitarbeit in Bibliotheken oder Verlagen, Erwachsenenbildung (Volkshochschule, Rundfunk, Fernsehen, Vortragsreisen, Publizistik, Reiseleitung).
Der Weg in die Forschung und Lehre sowie museale Arbeit führt über den Anschluss eines M.A.-Studiums.