Die Universität Göttingen setzt sich für die Förderung und Weiterentwicklung der fachspezifischen und fachübergreifenden Nachhaltigkeitsforschung in allen Disziplinen und die Intensivierung des disziplinären sowie inter- und transdisziplinären Austauschs zu Fragen der Nachhaltigkeit ein. Das Aufgreifen von regionalen, nationalen und internationalen Forschungsfragen zur Nachhaltigkeit und die transparente Veröffentlichung von Forschungsergebnissen sollen einen Beitrag zur Überwindung der aktuellen Herausforderungen der Menschheit und der Erreichung der UN Sustainable Development Goals (Vereinte Nationen, 2015) leisten. An vielen Instituten und Zentren findet nachhaltigkeitsorientierte Forschung statt, von der wir Ihnen hier eine Auswahl präsentieren.

Forschungsprojekte


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Potenziale der nachhaltigen Nutzung regionaler Rassen und einheimischer Eiweißfuttermittel in der Geflügelproduktion (PorReE)
Das Vorhaben hat zum Ziel, ein Produktionssystem basierend auf Kreuzungen von lokalen Hühnerrassen und unter Einsatz einheimischer Eiweißfuttermittel zu erproben. Das Projekt soll auch die Chance bieten, die Brüder der Legehennen zu mästen und somit auf das derzeit übliche und umstrittene Töten der männlichen Küken zu verzichten. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Henner Simianer, Fakultät für Agrarwissenschaften, Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik, E-Mail: hsimian[at]gwdg.de

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Partizipative Entwicklung von Qualitätstomaten für den nachhaltigen regionalen Anbau (PETRAq+n)
Mit dem Vorhaben sollen die wissenschaftlichen Grundlagen für die Züchtung qualitativ verbesserter und optimal angepasster Tomaten für den nachhaltigen regionalen und urbanen Anbau geschaffen werden. Wesentliche Schritte des Vorhabens werden in Betrieben des Ökologischen Landbaus durchgeführt. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Achim Spiller, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte, E-Mail: a.spiller[at]agr.uni-goettingen.de

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Nachhaltige Intensivierung der Forellen-Aquakultur (SusTAin)
Das Vorhaben beabsichtigt, die genetische Variabilität von Forellen für die Adaptationsfähigkeit an innovative pflanzliche Futtermittel zu nutzen, um neue Erkenntnisse zur Schaffung einer nachhaltig intensivierten sowie tier- und umweltgerechten Aquakultur zu erlangen. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, E-Mail: bbruemm[at]gwdg.de

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Nachhaltigkeit als Argument: Suffizienz, Effizienz und Resilienz als Parameter anthropogenen Handelns in der Geschichte
Anhand von Fallbeispielen werden die Aushandlungen und Praktiken von 'Nachhaltigkeit' in der Vormoderne untersucht. Die griechische Antike dient als Untersuchungsraum und zugleich Referenzmodell der weiteren sich vornehmlich auf (Nord-)Deutschland konzentrierenden Teilvorhaben. Methodisch ist die Forschung in den Kulturwissenschaften verordnet und bezieht transdisziplinär naturwissenschaftliche (biologische, forst- und landschaftswissenschaftliche) Ansätze und technische Methoden ein. So wird die These, dass 'Nachhaltigkeit' als Kerngedanke eines im steten Wandel begriffenen und doch langfristig bestehenden menschlichen Verhaltens durch alle Epochen hinweg gegeben ist, überprüft. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Institut für Historische Landesforschung, E-Mail: instlafo[at]gwdg.de

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Diversity Turn in Land Use Science: Die Bedeutung sozialer Diversität für nachhaltige Landnutzungsinnovationen am Beispiel des Vanilleanbaus in Madagaskar
Dieses Projekt befasst sich mit einem sozio-ökologischen Wandlungsprozess, der großes Potential für nachhaltigere Entwicklung birgt: der Einführung von vertikal integrierter Vanilleernte im Norden Madagaskars. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Diversitätsforschung, E-Mail: andrea.buehrmann[at]uni-goettingen.de
Prof. Dr. Rainer Marggraf, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Abteilung Umwelt- und Ressourcenökonomik, E-Mail: rmarggr[at]uni-goettingen.de

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Reducing Poverty Risk in Developing Countries
In dem Forschungsverbund untersuchen Entwicklungs- und Gesundheitsökonomen, experimentelle Wirtschaftsforscher und Statistiker in fünf Teilprojekten, wie etwa Gesundheits- oder Marktrisiken Haushalte und Unternehmen in Entwicklungsländern beeinflussen, und wie politische Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken entwickelt werden können. Mehr Informationen (pdf)
Kontakt: Prof. Dr. Stephan Klasen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Professur für Entwicklungsökonomik, E-Mail: sklasen[at]uni-goettingen.de

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Animal Welfare in Intensive Livestock Production Systems - Tierhaltung im Spannungsfeld von Tierwohl, Ökonomie und Gesellschaft
Im Rahmen des Promotionsprogramms soll in den Teilprojekten aus der Perspektive der einzelnen beteiligten Fachdisziplinen untersucht werden, welche Zielkonflikte, aber auch welche Innovationschancen im Spannungsfeld von Intensivtierhaltung und Tierschutz liegen. Die Fachdisziplinen untersuchen dabei, inwieweit die verschiedenen Zielgrößen landwirtschaftlicher Produktion erreicht werden können. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Achim Spiller, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte, E-Mail: a.spiller[at]agr.uni-goettingen.de

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Ökologische und sozioökonomische Funktionen tropischer Tieflandregenwald-Transformationssysteme (Sumatra, Indonesien)
Das Ziel des Projektes sind Erkenntnisse darüber, wie auf der Landschaftsskala die ökologischen Funktionen tropischer Regenwälder und landwirtschaftlicher Transformationssysteme erhalten und verbessert, das menschliche Wohl gesteigert und wie landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz besser integriert werden können. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Stefan Scheu, J.F. Blumenbach Institut für Zoologie und Anthropologie, E-Mail: sscheu[at]gwdg.de

qaim
GRK 1666 GlobalFood
Die Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich mit der Globalisierung im Lebensmittelsektor. Weltweit verändern sich Ernährungsgewohnheiten und Verbraucherpräferenzen. Wertschöpfungsketten sind zunehmend international integriert, große Supermarktketten spielen auch in Entwicklungsländern eine wachsende Rolle. Im GRK werden die Auswirkungen dieser Trends für Landwirte, Agribusiness und Verbraucher untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auch auf Armuts- und Ernährungsfragen in Entwicklungsländern. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Matin Qaim, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, E-Mail: mqaim[at]gwdg.de

macro-micro
Globalisierung und Entwicklung
Im dem Projekt stehen die mikroökonomischen Auswirkungen von Globalisierung auf Entwicklungsländer im Fokus. Dabei wird speziell untersucht wie wirtschaftliche Globalisierung (Austausch von Kapital, Technologie und Arbeitskraft) Individuen vor Ort beeinflusst, welche Anpassungs- und Reaktionsstrategien sich daraus ergeben und wie diese im Wechsel die Individuen ihrerseits Globalisierung beeinflussen. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Stephan Klasen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Professur für Entwicklungsökonomik, E-Mail: sklasen[at]uni-goettingen.de

wald
Erhöhung der Baumartendiversität von Buchenwäldern durch Koniferen
Die Forscher der Universität Göttingen untersuchen wie forstlicher Produktivität und Naturschutz vereint werden können. Hierzu sollen Mischbestände aus örtlich natürlich vorkommenden und standortfremden, doch hochproduktiven, Baumarten speziell im Hinblick auf ihre Ökosystemfunktionen erforscht werden. Im Fokus stehen dabei Rein- und Mischbestände aus Rotbuche in Mischung mit Fichte oder Douglasie. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Christian Ammer, Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen, E-Mail: christian.ammer[at]forst.uni-goettingen.de

kuh
Sozialökologische Systeme im Spannungsfeld indischer Stadt-Land-Gradienten: Funktionen, Skalen und Übergangsdynamiken
Wie ändern sich landwirtschaftliche Produktionssysteme und Haushaltsstrukturen im Rahmen der Urbanisierung? Wie wirkt Verstädterung auf regionale Ökosysteme die Nahrung und andere Ökosystemdienstleistungen bereitstellen? Wie interagieren soziale und ökologische Systeme, wenn ländlicher und städtische Lebensweisen aufeinandertreffen? Diese vier Leitfragen werden im Projekt im Rahmen dreier Cluster behandelt. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, E-Mail: scramon[at]gwdg.de

Sustainable intensification of agriculture through agroforestry (SIGNAL)
Agroforstliche Bewirtschaftungssysteme kombinieren den Anbau von Bäumen und Sträuchern mit Ackerflächen oder Weideland. Diese Form der „mehrschichtigen“ oder multifunktionalen Landnutzung mit Bäumen auf landwirtschaftlichen Flächen ist in unterschiedlichen Ausprägungen in nahezu allen Teilen der Welt weit verbreitet. In SIGNAL sollen neue, speziell an die Bedürfnisse mitteleuropäischer Regionen angepasste agroforstliche Anbausysteme untersucht werden, die den herkömmlichen Systemen sowohl ökonomisch als auch ökologisch überlegen sein können. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Edzo Veldkamp, Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, Abteilung Ökopedologie der Tropen und Subtropen, E-Mail: eveldka[at]gwdg.de

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The Forgotten Part of Carbon Cycling: Organic Matter Storage and Turnover in Subsoils (SUBSOM)
Das Projekt beschäftigt sich mit der Analyse der Mechanismen der Einlagerung von organischem Kohlenstoff in Böden. In interdisziplinärer Herangehensweise werden physikalische, chemische und biologische Einflussfaktoren untersucht. Ziel ist ein besseres Verständnis der Mechanismen im Untergrund und die Erstellung eines konzeptuellen Models zur Vorhersage der unterirdischen Zersetzung von Kohlenstoff. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Christoph Leuschner, Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften, Abteilung Pflanzenökologie und Ökosystemforschung, E-Mail: cleusch[at]gwdg.de

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Evaluierung neuartiger biologischer Saatguttechnologien zur Abwehr von Schadinsekten in Raps (InRaps)
Zum Schutz der Kulturart Raps vor Schadinsekten soll im Rahmen von InRaps überprüft werden, ob auf Basis biologischer Lösungsansätze eine Alternative zum chemischen Pflanzenschutz bestehen kann. Konkret handelt es sich um die Identifikation und Erforschung einer umweltfreundlichen Saatgutbehandlung (USB), die zu einer Abwehr der Kleinen Kohlfliege und des Rapserdfloh führt. Schwerpunktmäßig wird die Behandlung von Rapssaat mit mikrobiellen Organismen oder natürlichen Präparaten als umweltfreundliche Saatgutbehandlung untersucht. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Ivo Feußner, Albrecht-von-Haller-Institut der Pflanzenwissenschaften, Abteilung Biochemie der Pflanze, E-Mail: ifeussn[at]uni-goettingen.de

wurm
Ecosystem services driven by the diversity of soil biota – understanding and management in agriculture (SOILMAN)
Der Bodenbiota kommt eine bedeutende Rolle in der Landwirtschaft zu, nicht nur Wasser und Nährstoffkreislauf, auch die Aggregatstabilität wird durch sie beeinflusst. Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, wie sich unterschiedliche Bewirtschaftungsmethode auf sie auswirken. Dies wird in vier biogeographisch verschiedenen Regionen Europas (mediterran, atlantisch, kontinental und boreal geprägt) genauer betrachtet. Mehr Informationen
Kontakt: PD Dr. Martin Potthoff, Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung, E-Mail: mpottho[at]gwdg.de

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Shared Innovation Space for Sustainable Productivity of Grasslands in Europe (Inno4Grass)
In vielen Ländern Europas nimmt Grasland einen bedeutenden Teil der landwirtschaftlichen Produktionsfläche ein. Innovative Nutzungsmethoden sind dabei häufig in der Wissenschaft schon gut erforscht, in der Praxis jedoch noch unzureichend umgesetzt. Ziel des Projektes ist es den Transfer von Wissen in die Anwendung und den Austausch mit Anwendern zu erleichtern. So soll durch innovative Produktionssysteme die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen mit Profitabilität kombiniert werden. Mehr Informationen
Kontakt: Prof. Dr. Johannes Isselstein, Fakultät für Agrarwissenschaften, Abteilung Graslandwissenschaft, E-Mail: jissels[at]gwdg.de



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